Abends vom Berg 
 
Abends  vom Berg hoer ich die Floete noch weine, 
Herden ziehn, als funkelnd die Sterne erscheinen, 
Quirlender Quell schluchzt in dem Born, wie im Traume; 
Liebste, du harrst bei dem Akazienbaume. 
    
Heiliger Mond schwebt ueber dichten Gewinden, 
Schuetteres Laub moechte dein Auge hier finden, 
Hoch in der Nacht flimmern schon feucht die Gestirne, 
Sehnend die Brust, voll von Gedanken die Stirne. 

Wolken entfliehn, schmmern im Daemmerlicht schwaecher, 
Hoeher hinauf dringen gealterte Daecher,  
Hoere den Feldbrunnenmast aechzen im Winde, 
Rauch fuellt das Tal, Floetenton murmelt gelinde. 

Muede vom Feld kommen mit Sensen die Leute; 
Schlagbrett ertoent, staerker noch rattert es heute, 
Glocke schallt tief unten aus alternder Kehle. 
Gluehend entbrennt mir von der Liebe die Seele. 

Bald wird der Schlaf ueber die Haeuser sich legen: 
Bald komm auch ich eilemden Schritts dir entgegen; 
Bleiben wir dann nachts in dem Dunkel verborgen: 
Werden wir lang kosen uns, bis in den Morgen. 
     
Kopf neben Kopf, uns immer enger gehalten, 
Schlafen voll Glueck  laechelnd wir unter dem alten  
Baume.- Ach, wer wuerde nicht gerne das Leben  
Fuer eine solch herrliche Wonnenacht geben?      

                        (Zoltan Franyo) 
 

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Transcribed by Andrada Lemnaru
School No. 9 Focsani, Romania
Teacher coordinator: Radita Neagu
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